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"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." – A. v. Humboldt

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Rückkehr in die Zivilisation (13.8.2014)

Posted on August 13, 2014Juni 3, 2026 by hobbit

Na, wann geht’s los? Richtig, früh… Um sechs starten wir zu einer Turtle-Safari und bald wissen wir auch, warum sie so heißt: Bei einer Safari hofft man immer, mal was vor das Auge zu bekommen. Und so geht es uns. Wer denkt, Schildkröten seien langsam, kennt nur die an Land. Aber die im Wasser sind, jedenfalls wenn man eine fotografieren will, verdammt schnell vorbeigeschwebt. Sie schwimmen anmutig und doch erstaunlich schnell. Wir liegen also in den Mangrovenwäldern auf der Lauer, aber zuallererst sehen wir drei relativ große Rochen, die gemächlich an der Wasseroberfläche schwimmen, beinahe dahingleiten. Während die Sonne langsam die Mangroven in helles Licht taucht, so daß ihr grün unglaublich hell erscheint, suchen wir weiter. Benigno, unser Bootsführer, mag mich und möchte mir auf jeden Fall eine Schildkröte zeigen, weil er bemerkt, wie sehr ich noch eine fotografieren möchte. Also schaut er besonders aufmerksam und holt mich sogar mal zu sich in den Bug des Bootes, um meine Blicke besser lenken zu können. Zunächst sehen wir jedoch Haie, die wie auch die Schildis die Mangroven als „Kindergarten“ nutzen. Schwarze, schwimmende Leguane gibt es auch, aber keine vorzeigbaren Schildkröten! Einmal schwimmt eine zügig vorbei, aber wir können uns schließlich schlecht alle auf eine Seite des Bootes werfen, dann würden wir nämlich kentern. So sehen wir sie nicht mal alle. Dennoch wird unsere Geduld am Ende belohnt, weil wir fotografierbare Meeresschildkröten sehen. Netterweise schwimmen sie sogar an die Wasseroberfläche…

Neben diesem Erfolg sehen wir natürlich auch wieder einige Vögel, wie z.B. Pelikane. Außerdem ist die Landschaft wie immer ein Genuß. Allerdings müssen wir schon kurz vor sieben wieder umkehren, weil wir um sieben frühstücken, das Boot zum Hafen fahren muß und wir gegen spätestens halb neun von Bord gehen müssen, um zum Flughafen auf Baltra gebracht zu werden. Unser Flug geht um kurz nach zehn, wir schauen noch nach Souvenirs und sitzen dann wartend herum. Der Flug ist halbwegs pünktlich, die Zwischenlandung in Guayaquil wieder ermüdend, dafür aber der Anflug auf Quito diesmal harmlos. Wir schauen nach Auswirkungen des Erdbebens, sehen aber nur Dreckwolken an den Berghängen. Viviana, Guide/CEO in Quito, holt uns wieder ab und ist erfreut, daß mein Arm so viel besser geworden ist. Ich nutze gleich die Gelegenheit und bitte sie um Hilfe wegen meines Rückfluges. Außerdem will ich noch die Cotopaxitour buchen…

Auf der Rückfahrt sitzen wir „Peruaner“ ein letztes Mal zusammen in einem Bus und haben unseren Spaß, weil Michael grausam mit dem Mobile Musik mischt. So vergeht die Fahrt und gegen halb fünf erreichen wir wieder das Hilton. Die nächste Stunde verbringe ich mit Viviana, um alles zu organisieren. Jetzt kann ich nur hoffen, daß alles klappt. Danach versuche ich, die Schweizer bzw. den Markt, zu dem sie gehen wollten, zu finden, aber wie sich herausstellt, bin ich geschickt daran vorbei gelaufen. So habe ich jedenfalls einen Teil vom Hotel-/Geschäftsviertel Mariscal Sucre kennen gelernt. Zu Abend gibt es einen Pollo perro caliente mit viel Tomatensauce. Hunger habe ich kaum, also reicht das. Dann gehe ich noch bei Pizza Hut vorbei, in der Hoffnung, die anderen zu treffen. Und tatsächlich sitzen sie dort zusammen: Jasmin, Luz, Michi, Evi, Katie, Jamie und Michaela. Ich geselle mich zu ihnen und schaue beim Essen zu. Es ist ein guter Ausklang des Tages… Wir kehren anschließend gemeinsam zum Hotel zurück und wollen uns noch unseren Willkommensdrink in der Bar gemeinsam genehmigen. Dort sitzen wir dann fast alle mehr mit unseren Elektrogeräten beschäftigt, als daß wir uns noch viel unterhalten. Die anderen tauschen noch Fotos aus oder senden selbige an Facebook, ich blogge. Trotzdem tut es gut, noch mit den anderen zusammenzusitzen. Bald verschwinden jedoch alle in ihre Zimmer, nachdem wir uns locker für das Frühstück um neun verabredet haben. Ich will dann mit Katie, Michaela und Dirk zur Mitad del mundo fahren, die anderen müssen ja dann reisen, schnief.  Mein Abend endet noch sehr kalt, weil ich mir Eis und Salz aufs Zimmer bestellt habe, um meinen Arm zu baden. Dazu setze ich mich ans Waschbecken und lese und lege den Arm nur in Intervallen ins Wasser, weil es einfach gar zu kalt ist. Ein Sektkübel voll von Icecubes erzeugt eine schmerzhafte Kälte und eigentlich hätte das Wasser gefrieren müssen, finde ich. – Schließlich erledige ich noch Organisatorisches und gebe gegen halb zwölf meinem Drang nach Schlaf nach.

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