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"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." – A. v. Humboldt

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Lima – Quito: Auf zu neuen Abenteuern (8.8.2014)

Posted on August 8, 2014Juni 3, 2026 by hobbit

Heute starten wir um sieben zum Flughafen von Lima. Michael, Evelin, Katie und ich werden von einem Bus eingesammelt. Der Guide, eine Frau, erzählt noch so einiges über Lima, aber ich bin nach nur etwas mehr als drei Stunden Schlaf echt viel zu müde zum Zuhören. Sie ist ja ganz nett, aber sie scheint noch nicht solange im Geschäft zu sein, weil ihre Angabe bezüglich der Fahrzeit zum Flughafen deutlich daneben liegt. Wir sind in der von Eli prognostizierten halben Stunde da, schneller als der Rest von uns im Taxi: Eli, Jasmin und Luz. Aber kurz darauf treffen sie auch ein und ich stelle mich zu ihnen. Mein Rucksack und mein Arm wollen nicht so recht zusammenpassen, aber dank Elis Silvercard bei den Airlines werde ich ihn schnell los, da er uns durch die bevorzugte Schlange mit durchschleust. Die anderen warten immer noch. – Es ist unser Glück, daß Elier denselben Flug nach Quito nehmen muß, um dort morgen eine neue Tour zu starten. Und ich hätte ihn gern dabei, wenn ich in Quito wieder in ein Krankenhaus gehen soll. Außerdem würde ich ihm gern noch was sagen, was nicht in zwei Sätzen geht, aber mal schauen. –

Nachdem auch die anderen eingecheckt haben, gehen wir gemeinsam los, um was zu essen aufzutreiben. Bei mir gibt es Papas fritas zum Frühstück, bei anderen bloß Cafe oder Donuts oder einen Burger. Elier trifft einen anderen Guide und ist erstmal verschwunden. Die Frauen gehen in den Shops nach Souvenirs schauen, um die restlichen Soles loszuwerden. Ich bewache die Sachen. Schließlich gehen wir durch die Sicherheitskontrolle und zum Gate (Duty free für die anderen in Kurzform). Und wieder bequatscht Elier erfolgreich die Frauen beim Boarding und erhält einen Sitzplatz in der Business Class. Gut für ihn, vielleicht kann er da schlafen, seine Nacht dürfte noch kürzer gewesen sein. Während des Fluges lasse ich mir von ihm noch die Fotos geben, die die anderen für ihn zusammengestellt und mit Texten gefüllt haben. Ich möchte auch etwas hinzufügen, was bei mir natürlich etwas länger dauert. So ein Text will schließlich gut überlegt sein… Danach unterhalte ich mich mit Evi, bis das Flugzeug zur Landung ansetzt. Oh Mann, was für ein Gewackel und Gehopse. Gut, daß ich mich bei Evi festkrallen kann. Die Einreise verläuft problemlos, das Gepäck kommt schnell und wir können los. Nun kommt der Abschied von Elier, worauf ich so nicht vorbereitet bin. Er umarmt uns alle kurz und verspricht mir, sich noch um mich zu kümmern, so wie gestern gesagt. – Aber – ein kleiner Vorgriff – er war nicht ganz ehrlich, doch mit „ehrlich“ wäre ich besser klar gekommen. Er hätte mir keine Hoffnung machen sollen, daß er mich begleiten würde. So bin ich enttäuscht, auch wenn ich völlig verstehe, daß er Zeit für sich braucht, bevor er nahtlos die neue Tour startet. Er hat gerademal 24 h, in denen er aber auch organisatorische Dinge erledigen muß.

Uns vier erwartet ein Taxi, Jasmin und Luz können uns nur gegen Aufgeld begleiten, obwohl der Minibus groß genug ist. So starten wir unsere Fahrt Richtung Hotel Hilton und ich kämpfe wie immer mit dem Abschied. Ich habe mich einfach an Elier gewöhnt, vor allem, daß er es schon richten wird. Nach dem Checkin überbrücken wir die Wartezeit – ich auf jemanden von gadventures wegen des Hospitals, die anderen auf das Briefing um fünf – in der Bar mit dem Willkommensdrink. Um halb fünf verliere ich die Nerven, weil sich keiner meldet und rufe bei gadventures an. Luz ist dageblieben, um zu sehen, was jetzt wird. Danke! Nach einigem Hin und Her und dem Lesen einer E-Mail von Elier mich betreffend kommen zwei zum Hotel und der Guide, Viviana, soll mit mir zum nächsten Hospital gehen. Und ab ins nächste! Mal sehen, ob Elier recht behält. Auf den ersten Blick wirkt das Hospital deutlich weniger modern. So muß ich z.B. das Thermometer, das sie verwenden, kaufen, weil sie keine Mehrfachutensilien haben. Doch die Ärztin hört meinen spanischen Erklärungen zu – sie kann kein Englisch und ich will selbst erklären, soweit ich kann – , schaut sich meinen Arm an und betastet ihn. Sie ist entsetzt über die Diagnose aus Lima. Das sei alles nicht wahr, der Arzt in Ollantaytambo habe einfach in den Muskel gespritzt, schlimm genug, aber der Muskel sei nur schwer entzündet, weswegen ich den Arm nicht mehr bewegen könne und selbst kleinste Berührungen solche Schmerzen verursachten. Vorsichtshalber verschreibt sie mir zwar noch genug von den Antibiotika und den Schmerzmitteln, ansonsten verordnet sie eine Armschlinge zum Ruhigstellen und dreimal täglich eisige Salzbäder. Die Reise zu den Galapagosinseln sei kein Problem! Erleichterung meinerseits, wenn auch Skepsis bleibt. Wir kehren ins Hotel zurück und ich erzähle den anderen von der neuen Diagnose. Sie freuen sich mit mir, daß ich mitkommen kann, und informieren mich über das verpaßte Treffen. Ein Umschlag in meinem Zimmer erläutert die Fakten. Wir gehen dann zusammen bei Pizza Hut essen – die Schweizer und ich. Danach trennen sich unsere Wege schnell, weil wir unglaublich müde sind. Mein Bett im Hilton ist riesig, ich könnte sogar quer darin schlafen. 🙂

Das FINALE!!! (7.8.2014)
Auf ins Paradies! Trotz allem … (9.8.2014)
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