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"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." – A. v. Humboldt

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Auf ins Paradies! Trotz allem … (9.8.2014)

Posted on August 9, 2014Juni 3, 2026 by hobbit

Heute geht es wieder ganz früh, wann wäre es in den letzten Tagen anders gewesen (?), um sechs los zum Flughafen. – N.B.: Das macht in fünf Tagen genaugenommen sechs Flüge, weil wir auch noch in Cusco und Guayaquil zwischengelandet sind. – Den Wettergottheiten sei Dank wackelt es heute nicht so schlimm über Quito wie noch gestern. Nach einem ermüdenden Flug, aber ich in der ersten Klasse, weil ich ganz lieb wegen meines Arms darum gebeten habe (ha, mein Spanisch reicht dafür), kommen wir auf San Cristobal an und werden vom Local Guide, dem CEO Alberto, erwartet. Er verfrachtet uns in einen Bus, der uns zum nahegelegenen Hafen bringt. Dort sehen wir am Kai unsere ersten Seelöwen und ich sehe sogar die erste Seeschildkröte vorbeitrudeln. Vor dem Einschiffen in das Dingy gibt es noch ein paar Hinweise – u.a. nicht auf Seelöwen treten, sie haben Vor“fahrt“ – und dann geht’s los zu unserem Schiff, der Daphne. Wir werden freundlich begrüßt und auf unsere Kabinen verteilt. Meine Kabine ist die 5, direkt hinter dem Steuerhaus. Ich besichtige sie, was aufgrund ihrer Größe sehr schnell geht, und wundere mich, warum ich kein Bad habe. Tja, wenn ich denn hinter die offene Kabinentür geschaut hätte, hätte ich die andere Tür sofort gefunden. Aber dazu brauchte ich dann doch etwas mehr Zeit. Gut, daß ich nichts moniert habe. Ich hätte wie ein Volltrottel dagestanden! Auf einem Umweg über eine andere Kabine gelangt auch mein Gepäck zu mir und ich packe das Notwendigste aus. Wir werden ja nun ganze vier Nächte hier verbringen, solange war ich zusammenhängend bisher nur in Lima. Mein Arm schmerzt und ruht in der Schlinge, also vergewissere ich mich, daß Alberto das Nötige – Eis – veranlaßt hat. Wie sich herausstellt, ist er kein guter Organisator. Er ist über meine ärztliche Verordnung von der Zentrale in Kenntnis gesetzt worden, aber hat es glatt vergessen, dies dem Kapitän mitzuteilen. Daher muß nun nochmal einer von der Mannschaft extra an Land gehen, um Eis zu kaufen. Als wenn wir das nicht hätten mitbringen können…

Während das organisiert wird, machen wir uns für einen Landgang fertig, um das Charles-Darwin-Research-Center zu besuchen. Der Besuch ist interessant und ich lese am längsten, wie sich dann herausstellt. Übrigens gibt es hier auch eine Riesenschildkröte, die die einzige bleiben wird, die ich zu sehen bekommen werde. Wo sie noch zu finden sind, liegt nicht auf unserer Route. Superschade! Ich hatte mich doch hinter einer verstecken wollen… 🙂  Alberto und ich folgen den anderen an den nahegelegenen, m.E. nicht so schönen, weil korallig-steinigen, Strand, an dem sich vor allem Seelöwen sonnen. Menschen sind hier nur geduldet. Schon mal an einem Haufen Seelöwen vorbeigegangen? Die Viecher haben eine ganz schön starke Ausdünstung. Aber ansonsten ist es natürlich überwältigend, ständig unmittelbar vor einem Seelöwen stehen zu können. Kein Tier ist hier scheu, was auch nicht so verwunderlich ist, da wirklich alle Menschen hier Rücksicht auf die Tiere nehmen. Am Ende unseres kleinen Ausfluges schauen wir, wer will, noch in den Läden vorbei, um dann für die nächsten drei Tage Abschied von jeglicher Zivilisation zu nehmen (inklusive Telefonempfang). Nach dem Abendessen bade ich in Eiswasser, ähm, nur mein Arm natürlich. Danach fallen wir alle nur noch sehr schnell in die Kojen. Wir brauchen endlich mal Schlaf. 🙂

Lima – Quito: Auf zu neuen Abenteuern (8.8.2014)
Santa Fe und South Plaza (10.8.2014)
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