Frei! Das bedeutet lange schlafen. Wir treffen uns trotzdem und gehen gemeinsam brunchen in Jack’s Cafe, der besten Adresse dafür in Cusco. 11 Uhr ist eine gute Zeit dafür. Trotz der Exzesse der letzten Nacht stehen alle auf der Matte. Eli hat sogar schon einen Gang mit Megan und Bailey – scheinbar ist alles aus der Nacht erfolgreich verdrängt – zum Flüge buchen nach der Tour zurück nach Cusco, also eigtl. Privatsache, hinter sich gebracht. Bei Jacks’s esse ich Pancakes und trinke eine ultracoole Schokolade, Eli läßt mich von seinem Schokoladen-Shake kosten, auch verdammt gut. Danach verstreuen wir uns, ich schließe mich Michael, Evelin, Henny – da kann man nix machen – und Katie an, die shoppen gehen wollen. Weil ich das Wichtigste schon gesehen habe, ist mir auch das recht. So verbringen wir den Nachmittag, ich setze mich dann aber ab und beobachte die Leute. Abends treffen wir uns zum gemeinsamen Dinner. Wir gehen in ein ganz besonderes Restaurant namens „fallen angel“. Natürlich kennt Elier den Besitzer und so erhalten wir sogar Einblick in die in der ersten Etage gelegenen Hotelzimmer. Bizarr, einzigartig, thematisch gestaltet, einfach nur ein Kunstgenuß, wenn es mir generell auch viel zu depressiv ist, vor allem unten im Lokal. Dort hängen sehr viele, z.T. sehr aufwühlende Bilder oder Installationen o.ä.. Das Essen ist zwar teurer als sonst, aber exzellent. Schade nur, daß ich nicht die frittierten Quinoakugeln genommen habe, die waren superb. Aber Elier hat mir eine gegeben, wofür ich sehr dankbar war. Gefragt hätte ich nicht, aber als er gesehen hat, wie es mir bei der Kostprobe (an alle) geschmeckt hat, hat er mir eine abgetreten. Ich kann mir sogar jetzt noch vorstellen, wie gut das geschmeckt hat! Danach schlichen wir nach Hause, von Eli begleitet, der uns nicht allein nachts zum Hotel gehen lassen will – dann aber wieder zurück zu einer Verabredung ging… Gewissenhaft und verantwortungsbewußt, ihm ist der Job ins Blut übergegangen, kein Wunder nach drei Jahren in dieser Tretmühle.


