Inka-Trail ade, aber das stand ja schon tags zuvor fest, jedenfalls für mich. Doch die Medikamente und die Elektrolyte haben mich immerhin soweit gebracht, daß ich nicht allein, OK, mit Juber, in Ollantaytambo zurückbleiben muss. Um kurz vor acht gehe ich runter, geduscht und halbwegs präsentabel, um die anderen zu verabschieden. Und Eli versichere ich, daß die Beschwerden kontrollierbar sind, so daß ich die Rückfahrt mitmachen kann. Zu den Konditionen komme ich gleich. Der Abschied von einigen ist sehr herzlich, besonders von den Schweizern, die ich alle vier sehr mag, weil sie so umgänglich und freundlich sind. Ich solle mich so richtig erholen… Sie fordere ich auf, ganz viele Bilder zu machen. Und dann sind sie weg.
Um den Doc zu bezahlen, muß ich erst noch Geld holen. Dieses lasse ich bei Eli, weil ich mir die Inkaruinen anschauen will, schließlich besitzt mein Ticket noch Gültigkeit. „Don’t force yourself!“ Elis Aufforderung. Claro! Ich hätte es auch nicht gekonnt, aber am Morgen fühle ich mich relativ gut. Die Ruinen sind sehenswert und noch relativ leer. Nach einer Stunde kehre ich langsam zum Hotel, das praktischerweise fast direkt neben ihnen liegt, zurück. Um zehn beginnt die Rücktour mit dem Guide Joan, da ja für das irische Paar Marian und Neill bereits eine Alternative zum Trail geplant ist. Auch ein Glücksfall, denn was wäre sonst mit mir geschehen? Auf der Tour machen wir Halt in den Salinas de Maras, Salzminen, und Moray, eine Inkaversuchsanlage. In Moray geht es mir schon wieder deutlich schlechter, inklusive einer erheblichen Erschöpfung. Cola und Banane werden fast zur Qual. Spätestens jetzt ist klar, daß ich nie und nimmer den Trail in diesem Zustand geschafft hätte. Die restliche Fahrt wird zunehmend zur Tortur, zumal es im Auto echt heiß wird. Ich sehne Cusco herbei. Endlich dort angekommen falle ich ins Bett und schlafe für die nächsten zwei Stunden. Und wenn die Vernunft nicht etwas zu essen eingefordert hätte, wäre ich nicht mehr aufgestanden. So aber gehe ich zu MacDonalds – ich vermutete richtig, wo ein KFC, da auch ein Mac – und esse chicken nuggets und Pommes, was ich gut vertrage. Danach schlafe ich wieder fast 10-12 Stunden.
Zu den Konditionen: Meine Zimmer muss ich selbst bezahlen, gadventures übernimmt nur die Fahrtkosten. Ich solle das mit der Reiseversicherung abrechnen. Haha, wenn ich die nur nicht schon verbraucht hätte…
















