Travel & Explore

"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." – A. v. Humboldt

Menu
  • Home
  • Blog
  • Afrika
    • Ägypten
    • Botswana
    • Marokko
    • Namibia
    • Simbabwe
    • Südafrika
  • Amerika
    • Nordamerika
      • Kanada
      • USA
    • Mittelamerika
      • Costa Rica
      • Mexiko
      • Panama
    • Südamerika
      • Argentinien
      • Bolivien
      • Brasilien
      • Chile
      • Ecuador
      • Peru
      • Uruguay
  • Asien
    • Indien
    • Israel
    • Jordanien
    • Kambodscha
    • Tadschikistan
    • Usbekistan
    • Vietnam
  • Europa
    • Dänemark
    • Estland
    • Frankreich
    • Griechenland
    • Großbritannien
    • Italien
    • Luxemburg
    • Malta
    • Niederlande
    • Österreich
    • Polen
    • Portugal
    • Russland
    • Schweden
    • Spanien
    • Tschechien
    • Ungarn
  • Blog Archiv
    • Blog Archiv: Südostasien 2024
    • Blog Archiv: Afrika 2023
    • Blog Archiv: Mittelamerika 2023
    • Blog Archiv: Mexiko 2019
    • Blog Archiv: Patagonien 2016/17
    • Blog Archiv: Südamerika 2015
    • Blog Archiv: Südamerika 2014
  • Login
Menu

Glück im Unglück (30.7.2014)

Posted on Juli 30, 2014Juni 2, 2026 by hobbit

Heute geht es nach Ollantaytambo, ins heilige Tal. Auf dem Weg sind noch Stops eingeplant, aber dazu später mehr. Wir werden mit einem Minibus abgeholt, 7.30 Uhr. Kurz vorher ergattern wir noch die frisch gewaschene Wäsche. Dann fängt das Wiegen an. Bei mir sind es nur vier kg, inklusive Schlafsack, so daß ich sogar mit der Matratze unter dem Maximum von sechs bleiben werde. Andere versuchen verzweifelt das Gewicht der Dufflepacks zu verringern. Einige trösten sich damit, in Ollantaytambo einiges auszupacken und Eli mitzugeben. Dann geht es los!

Zuerst einmal verlassen wir Cusco in Richtung des weißen Christus, der gleich neben dem Inkaheiligtum Sacsayhuaman steht und auf Cusco hinunterschaut. Von dort hat man einen großartigen Blick auf Cusco, das überall die Hänge hoch wächst. Saul besteht auf einem Gruppenfoto, aber ich entziehe mich. Dieses ewige, von der Gruppe gar nicht eingeforderte Gruppe fotographieren geht mir auf den Geist. Vor allem die Kommandos, was man sagen soll, damit es so aussieht, als ob man lachen würde. Eli ist da viel besser, er kann Maß halten. Ich schaue mir lieber aus der Ferne die Inkaanlage an. Dann heißt es aber, wieder einzusteigen, um den nächsten Haltepunkt anzusteuern: einen Ort, der von gadventures unterstützt wird. Dort werden Handwerksarbeiten u.a. vorgeführt, aber eigentlich haben wir das alles schon kennengelernt. Ich langweile mich und fühle mich hitzig, komisch. Endlich können wir weiter. Nun steuern wir Pisac an, eine große, in den Felsen gebaute Inkaanlage. Auf der Fahrt döse ich vor mich hin, für die anderen schlafe ich. Ich kann mich einfach nicht aufrecht halten, mein Kreislauf ist down. In Pisac angekommen muß ich aber genauso wie die anderen aussteigen, um mein Ticket vorzuzeigen, während der Bus so durchrollt. Nach der Kontrolle steigen wir alle wieder ein und fahren zur eigentlichen Stätte den Berg hinauf. Es ist auch gar nicht voll, nein! Die Busse und Minibusse stehen in einer langen Schlange den Berg entlang aufgereiht. Wir steigen weiter unten aus und kämpfen uns durch den Parkdschungel zum Eingang. Dort erklärt Saul einiges, aber ich höre nur z.T. zu, weil mir irgendwie nicht so ist. Dann zeigt er auf die Plattform vom Sonnentempel und meint, wir würden uns dort oben treffen und jeder in seinem Tempo dort hinauf gehen können. Ich nutze die Möglichkeit, wach zu werden und gehe entschlossen voraus. Oben angekommen muss ich ziemlich lange auf die anderen warten, die dann alle geschlossen in der Gruppe, obendrein über den Abstieg angeklettert kommen. Ich erfahre, dass Saul auf dem Weg einiges erklärt hat. Und diese Besserwissergans H. macht mir deutlich, er sei über mein Vorauslaufen keineswegs erfreut gewesen. Blöd, wie ich dann immer reagiere, rechtfertige ich mich, daß Saul etwas anderes gesagt hat. Naja, Perlen vor die Säue geworfen, zumal der guide selbst nix sagt. Dort folgten dann noch weitere Erläuterungen und ich genieße die Aussicht. Mir geht es kurzfristig nochmal gut. Dann der Abstieg und die Rückkehr zum Bus. Auf dem Weg genehmigt sich der guide einen Saft und andere tun es ihm gleich. Nur wer wartet nicht auf den Rest? Der ach so liebe guide Saul. Ich warte auf die beiden Australierinnen, damit sie nicht allein als letzte ankommen. So langsam wird mir klar, dass ich gute Chancen habe, mit Saul aneinander zu geraten. 

Nun geht es weiter zum nächsten Haltepunkt: ein Restaurant, gesponsert von gadventures. Mir geht es zunehmend schlechter, mein Magen spannt ohne Ende. Ab da ist der Tag für mich eigentlich zu Ende. Das Essen entfällt. Ich stelle mich abseits und versuche, den Magen zu überlisten. Nichts da! Jasmin sucht mich dann auf – Eli hat mich abseits stehen sehen, aber nicht nachgehakt – und gibt mir eine Tablette gegen Erbrechen. Liz gibt mir danach etwas gegen die Magensäure. Aber der Darm fängt auch zu spinnen an. Nichts hilft. Bei der Weiterfahrt schlagen Jasmin und Luzius vor, ich solle besser vorn sitzen. Also Tausch mit Saul und eine Tüte von Luzius, just in case. Gut, daß ich etwas Spanisch kann, da ich nach einiger Fahrzeit den Fahrer bitten muß anzuhalten („para, por favor!“), um mich dann grade noch hinter dem Bus und einer Mauer zu übergeben. Auch hier eilt mir wieder Jasmin zu Hilfe, Saul gibt mir irgendeinen Wattebausch, der in Alkohol getunkt ist. Weder er noch Eli kapieren, daß ich nicht reisekrank bin. Der Rest der Fahrt bis Ollantaytambo wird zur Folter, weil ich bereits ahne, dass es dasselbe ist wie vor drei Wochen, was bedeutet, jede Stunde einmal Erbrechen und anderes mehr. 

Endlich in Ollantaytambo angekommen schaffe ich es grade noch rechtzeitig auf die Örtlichkeit und dann in mein Zimmer. Gleich darauf gehe ich mit Eli zur farmacia und erkläre, was ich brauche. Zu dumm, daß die nur was gegen Erbrechen haben, was man oral nehmen muß. Sinnlos, wenn man so oft erbrechen muß. Aber ich nehme es, zuzüglich eines Breitbandantibiotikums und etwas anderem. Der Apotheker läßt sich meine Zunge zeigen und sagt etwas über Dehydrierung, Elektrolytverlust. Er scheint mehr als skeptisch zu sein, was den Inkatrail am morgigen Tag angeht. Eli ist immer noch nicht so richtig „besorgt“ und scheint das für leicht handlebar zu halten. Er will gegen sieben nach mir sehen. Also verkrieche ich mich im Bett, während die anderen die Inkaruinen anschauen. Und wenn auch meine Prognose mit dem stündlichen Erbrechen nicht ganz zutrifft – alle zwei Stunden trifft eher zu -, so zeichnet sich doch ein heftiger Rückfall in die Misere von vor drei Wochen ab. Um sieben zittere ich so sehr, daß auch Eli das ernst nimmt und mir vorschlägt, den Arzt anzurufen. Außerdem verschafft er mir einen heater, eine Flasche mit heißem Wasser für meine Füße, Handtücher, salzige Cracker, eine Banane und ein paar Bonbons, um den miesen Geschmack im Mund loszuwerden. Ganz gewiss ist das nicht seine Traumvorstellung eines Abends… Kurze Zeit später kommt er mit dem Arzt Luis wieder. Dieser untersucht mich (Fieber, Blutdruck, Fragen zum Verlauf) und erklärt dann Eli so ziemlich das, was ich bereits vermutet habe – auf Spanisch, aber das meiste kann ich verstehen. Virus oder Bakterien, schon vorhanden oder neu, z.B. durch Essen. Orale Medikamente würden nix helfen, ach nee. Also auf zur Infusion, meine Traumvorstellung in Peru! Eli übersetzt nur Teile, auch weil er versteht, daß ich verstanden habe. Der Arzt verschwindet, um alles zu besorgen. Er kommt mit einem, wir würden Pfleger sagen, und zahlreichen Medikamenten wieder. Und auf zur Infusion geht es. Eli fehlt, so daß wir also Spanisch reden, denn der Arzt versteht wohl einiges Englisch, aber seiner Aussage nach spricht er schlechter Englisch als ich Spanisch. So ganz abwegig scheint mir das nicht, selbst wenn er ein Kompliment machen will. Wir einigen uns auf das weitere Procedere: Er wird wiederkommen, um den Tropf abzunehmen, nachdem Eli ihn angerufen hat. Super, was ich so alles im halben Delirium verstanden habe, oder? Das erkläre ich dann Eli, der aber meinen Spanischkenntnissen etwas misstraut und deshalb den Arzt lieber gleich nochmal anruft. Ha, ich habe alles richtig verstanden. Jasmin ist auch nochmal kurz da, weil ich Eli darum gebeten habe. Aber so richtig sprechen können wir nicht. Gegen 22.30 kommen dann nochmal meine Medizinleute und überreichen mir die Rechnungen: 150 Soles für den Arzt, 220,50 Soles für die Medikamente/Pfleger. Und dann heißt es warten, weil die Infusion noch nicht durch ist. Dies trifft dann den Arzt, der erst um 23 Uhr mit mir fertig ist. Und endlich kann ich benommen schlafen…

Auf nach Cusco (29.7.2014)
Immerhin kann ich nach Cusco zurück! (31.7.2014)
  • Inka-Trail
  • Ollantaytambo
  • Neueste Posts

    • Taschkent

      Taschkent

      August 10, 2025
    • Tadschikistan

      Tadschikistan

      August 8, 2025
    • Samarkand

      Samarkand

      August 4, 2025
    Website-Icon
    Story
    ©2026 Travelblog by Hobbit