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"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." – A. v. Humboldt

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Mit dem Nachtbus nach Arequipa (23.7.2014)

Posted on Juli 23, 2014Juni 2, 2026 by hobbit

Endlich in Arequiba! Wunderbarerweise hat der Bus auch fast keine Verspätung, obwohl er erst verspätet gestartet ist. Hier ein kurzer Exkurs zum Nachtbus: Man denke nicht, er sei nicht gut ausgestattet gewesen. Solche Busse habe ich bisher in Europa noch nicht kennen gelernt, aber vielleicht bin ich auch nur noch nicht lange genug gefahren. Der Bus war jedenfalls in mancher Hinsicht besser ausgestattet als die Langstreckenflugzeuge. Die Rücklehnen ließen sich recht weit zurückklappen, es gab eine relativ große Fleecedecke, ein Kopfkissen und eine Fuß-bzw. Beinstütze, so daß man quasi wie in einem Liegesessel ruhen konnte. Abends (gegen 11Uhr) wurde noch ein Snack mit etwas zu trinken gereicht und ein Film lief nicht allzu laut. Jeder von uns hatte zwar Probleme mit dem Durchschlafen, aber schlafen respektive dösen konnten alle, zumal die doch sehr kurvenreiche Strecke wie eine Wiege einschläfernd wirkte. Natürlich war ich morgens steif, aber selbst mein Rücken hat nicht über die Maßen herumgezickt. Morgens wollte ich dann noch ein wenig lesen – wie so oft -, doch ich hatte die Auswirkungen der Strecke auf meine Befindlichkeit etwas unterschätzt. Resultat: Übelkeit. Also mußte ich irgendwie die letzte Stunde so herumkriegen, ohne die paar gegessenen Kekse zu einer Wiederkehr aufzufordern. Das Schicksal hatte ein Einsehen und brachte den Bus schnell genug ans Ziel. Von da an ging es bergauf, auch wenn mir den ganzen Vormittag nun nicht sehr nach Essen zu Mute war. 

Der übliche Kleinbus holte uns am Busbahnhof ab und brachte uns ins Hostel in der Altstadt von Arequipa. Arequipa, die weiße Stadt (sowohl wegen des weißen Tuffgesteins in den Gebäuden als auch wegen der deutlich größeren Anzahl an „weißen“ Peruanern), ist mit ca. 1 Million Einwohner die zweitgrößte Stadt Perus und besitzt einen sehenswerten Altstadtkern. Nach dem Check-in zogen wir los, um zu frühstücken. Ich wählte pancakes y chocolate caliente, aber eigtl. war mir das dann zu viel. Doch die Schokolade beruhigte wie früher auch meinen Magen. Danach schlenderten wir gemeinsam durch die Stadt. Eli zeigte uns die Plaza de armas/ Plaza mayor mit Catedral usw., das Santa Catalina-Kloster und einen Aussichtspunkt, von dem aus man wunderbar die die Stadt umgebenden Vulkane sehen kann. Von dort oben lief ich allein los, weil ich mir unbedingt in Ruhe das Kloster ansehen wollte, da es als das Highlight der Stadt gilt. Und dies stimmt meiner Einschätzung nach durchaus. Ich bin gute zwei Stunden in der riesigen Anlage herumgelaufen und habe mich an all den Räumen, Küchen, dem Garten, der Waschanlage, einer Sonnenterrasse und den Kreuzgängen erfreut. Und obwohl sich das Kloster direkt in der Innenstadt befindet, war es erstaunlich ruhig in seinen Mauern. Nun ja, es nimmt ja auch einen ganzen Straßenblock mit seinem Umfang ein. Übrigens hatte ich von der Terrasse dort auch einen wunderschönen Blick auf die Vulkane. 🙂 

Abends sind wir, wie eigtl. immer, gemeinsam essen gegangen. Wenn ich nicht irre, gab es für mich Maiskolben und papas fritas, aber sicher bin ich mir nicht. Essen ist eben nicht so mein Ding. Und dann lesen und schlafen. Das Schlafbedürfnis scheint mit zunehmender Höhe zu steigen. Arequipa liegt auf etwa 2400m.

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