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"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." – A. v. Humboldt

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Von Lima- Miraflores nach Pisco/Paracas (20.7.2017)

Posted on Juli 20, 2014Mai 27, 2026 by hobbit

Mein Rhythmus ist immer noch ziemlich verquer, da ich wenig schlafe und früh aufwache. Heute habe ich wieder viel gelesen und selbst um kurz nach halb acht war ich noch fast die Erste beim Frühstück. Danach habe ich drei mit Richtung Centro genommen, um selbst aber vorher quasi abzubiegen, um ins Museo Nacion zu gehen. Dort wollte ich mich ausführlich zur präkolumbischen und inkaischen Geschichte informieren, aber es blieb beim Wollen, da ausgerechnet diese Ausstellungsbereiche geschlossen waren.

So machte ich mich über den Sendero luminoso in Peru schlau, der zwischen 1980 und 2000 zu erheblichen Unruhen geführt hat. Allerdings war das ziemlich harte Arbeit, weil nur die Fotos auch zweisprachig beschrieben waren. Danach verabschiedete ich mich von dem riesigen Betonbau und fuhr mit Minibus und Metro zurück nach Miraflores, um mir dort noch die letzten unentdeckten Ecken anzuschauen. Hierfür stromerte ich an der Steilküste entlang, sah mir dabei die berühmte Shopping-Mall Larcomar, Paraglider und ihren Start und den Parco de Amor an, in dem ich ein wenig verweilte und las. Und schon mußte ich mich auf den Rückweg machen, wobei ich noch schnell zum ersten Mal in meinem Leben bei KFC einfiel, denn um 14 Uhr war das Treffen für die Weiterfahrt nach Pisco angesetzt.

Nach einigen Umwegen – für irgendeine Parade waren viele Straßen in Miraflores gesperrt – gelangten wir mit einem Zubringer zu einem der Busbahnhöfe in Lima. Unser Gepäck wurde gewogen und dann gestapelt, nicht etwa gleich im Bus verstaut. Beim Einsteigen mußten wir dann erstmal alle beweisen, daß wir auch wirklich die Personen waren, die auf dem Ticket standen. Erst dann konnten wir einsteigen. Es begann eine 4,5h Fahrt, die mich solange folterte, bis ich mir mit Kopfhörern und heftiger Musik Abhilfe schaffte und halbwegs in Ruhe lesen konnte. Warum? Im Bus gab es TV mit einer m.E. vollkommen bescheuerten Serie – Marke Mr.Bean, aber wesentlich dümmer und vorhersehbarer – , die ziemlich laut lief (und wie immer waren die Töne hoffnungslos übersteuert). Jedes Kreischen oder Schrillen belastete meine Sinne ganz empfindlich.

In Pisco, wo wir auf einen kleinen privaten Transporter umsteigen sollten, um nach Paracas zu fahren, standen wir erst einmal auf dem Busbahnhofsplatz und schauten etwas irritiert, weil im Gepäckraum weit und breit nicht eines unserer Gepäckstücke zu finden war. Da fiel mir wieder ein, was ich in Lima beobachtet hatte: Elier (Eli) war nochmal zum Gepäck gerufen worden und die Fetzen, die ich gehört hatte, ließen darauf schließen, daß unser Gepäck zu schwer war, wobei ich mich schon dort gewundert hatte, was das bedeuten solle. Nun kam die Aufklärung: Es gibt in Peru Bestimmungen, wie schwer ein Bus max. belastet werden darf und wir lagen drüber. Also haben die Leute unsere Sachen mit dem nächsten Bus mitgeschickt, was uns Wartezeit einbrachte. Allerdings verstehe ich den tieferen Sinn nicht, denn in jedem Überlandbus nehmen die Leute u.U. viel Zeugs mit, so daß es mit dem Gesamtgewicht normalerweise immer Probleme geben dürfte. Eine echte Problemlösung hätte m.E. nur darin bestehen können, das Gepäck aufzuteilen. Aber, naja, darum ging es wohl nicht. In jedem Fall trafen dann die Sachen einige Zeit später auch ein und wir wurden zum Hotel gefahren. Ich war so müde, daß ich das gemeinsame Abendessen ausschlug und gleich zu Bett ging. Ein kurzer Check des Wlan ergab, daß nix ging, weswegen der Blog stecken blieb. Disculpa, lectores!

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