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"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." – A. v. Humboldt

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Nachtrag – Vom Fliegen und anderen Dingen (15.7.2014)

Posted on Juli 15, 2014Mai 27, 2026 by hobbit

Gestern Morgen ging es also los: Um 7 kam ich TXL an, um zuallererst einmal die Aufbauten für den Empfang der WM-Mannschaft bewundern zu dürfen. Wie gut, dass deren Extramaschine eine Stunde Verspätung hat! dachte ich mir. Trotzdem wurden die Fans immer zahlreicher, besonders auf der Besucherterrasse. Noch ein Grund mehr fürs Slalomlaufen dort, grmpf. Nach selbigem – Terminal D war mir bis gestern vollkommen unbekannt – stand ich vor dem Schalter, um festzustellen, daß ich am Schalter nicht weiterkommen würde, wie mir ein Mitarbeiter unmißverständlich erläuterte. Also Schwenk nach links zum Automaten und dort eine Bordkarte drucken. Tja, wenn das nur alles so einfach wäre. Relativ zügig konnte ich klären, wie das mit dem Paß scannen funktioniert, aber dann, oh Wunder, erfuhr ich, dass ich nach Paris fliegen würde. Kurze Schmähattacke gegen diesen Zeit vergeudenden Prozeß, dann tiefes Luftholen, Abbruch der Aktion und Neustart, diesmal mit der gaaanz kurzen E-Ticketnummer und schon wußte auch die Maschine, daß ich doch eigentlich einen Flug nach Lima gebucht hatte. Bravo! Was am Schalter nur eine Minute gedauert hätte, benötigte somit nur gute zehn Minuten. Technik sinnvoll eingesetzt, oder?

Nun ja, danach folgte das Übliche und mit leichter Verspätung ging es los. In Schiphol angekommen staunte ich erstmal über die unglaubliche Größe und Anlage des Ganzen. Dort könnte man echt von einer Kleinstadt im Flughafen reden. Es gibt sogar Zeitangaben auf den Fluginfotafeln, wie lange man bis Terminal … Gate … braucht! Und dann folgte der Knüller: Es gab eine erneute Sicherheitskontrolle. Klar, ich könnte ja auf dem Flug von TXL etwas Gefährliches gefunden haben…. Doch dann dämmerte mir durch langwierige Observation, daß hier auch die „neuen“ Fluggäste ankommen und somit noch nicht kontrolliert worden sind. So habe ich immerhin mal diese komischen Körperscanner kennenlernen dürfen, ist doch nett. Auch gab es Wartezeiten im Stehen, da die Maschine zu spät angekommen ist und wohl ziemlich dreckig war. Danach muckte noch das Gepäck, doch schließlich hob die Maschine nur 40 min später ab. 

Nun war es an der Zeit, meine Bildungslücken zu verringern: Drei Filme – 300, Pompeji, 12 years a slave, wobei ich mir hier mal die Einzelanmerkungen spare – ließen meine Augen fast viereckig werden, aber dafür interessierte mich auch das Geruckel kaum. Im Anschluß daran untersuchte ich noch ausgiebig das Musikangebot und erweiterte meine Kenntnisse, bis wir fast pünktlich um 18:15 in Lima aufsetzten. Beim Verlassen des Flugzeuges fand meine KLM-Decke noch einen Liebhaber, nämlich mich, und leistet mir seitdem weiter gute Dienste. Noch eine Beobachtung: Je nachdem, wie ein Sitzplatz verlassen wurde, kann man grob gesagt auf die kontinentale Zugehörigkeit der Person schließen. Kein Wunder, daß das Säubern der Maschinen Extrazeit beansprucht!

Im Flughafen schloß sich die Einreise an, wobei ich die bereits ausgefüllten Formulare aushändigte. Einen Stempel später ging es weiter zum Gepäckband, das zwar so einiges mit sich führte, meinen Rucksack jedoch einfach nicht ausspucken wollte. Doch irgendwann – so gegen 2 Uhr nachts (Berlin) – konnte ich zum Ausgang zuckeln, aber hach, noch ein Securitycheck. Na logo, die Gepäckleute werden mir etwas hinein geschmuggelt haben! Schließlich hatte ich auch diese letzte Hürde genommen und durfte endlich meinen Fahrer suchen. Den gabelte ich schnell auf und wir machten uns auf den Weg nach Miraflores zum Hotel. Nur leider waren die Straßen sehr voll und der folgende stop-and-go-Verkehr ließ mir Zeit, die Fahrkünste u.a. zu beobachten. ~ 3 Uhr und kaum ein Ende in Sicht. Es flutschte erst so richtig, als wir den Pazifik entlang bretterten. Gegen vier war ich endlich im Zimmer und konnte gegen 4.30 mit den ersten Schlafrunden beginnen. 

Zum Hotel: Betten gut, Frühstück OK, Zimmer ultra kalt und empfänglich für Gerüche aus der Küche, nicht ruhig, aber verkehrsgünstig gelegen.

Letzter Tag zuhause – wirklich? (14.7.2014)
Lima – 11h kreuz und quer (16.7.2014)

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