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"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, die die Welt nie angeschaut haben." – A. v. Humboldt

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Letzter Tag zuhause – wirklich? (14.7.2014)

Posted on Juli 14, 2014Mai 27, 2026 by hobbit

So, jetzt ist es also doch noch soweit gekommen, daß mein Körper nicht mehr gegen die Reisepläne rebelliert. Morgen soll es losgehen, natürlich mit veränderter bzw. gekürzter Route. Ich werde morgen direkt nach Lima fliegen, was nur mal den ganzen Tag kosten wird. Um 9.10 Uhr geht es in TXL los, Richtung Amsterdam. Dort werde ich mich dann für über 12,5h in einen anderen, größeren Stahlvogel einsperren lassen, um dann gegen 18.05 Uhr – tja Lima-Ortszeit, das sind 7 h hinter der Berliner Zeit – im International Airport Jorge Chavez in Lima einzuflattern. Da erwartet mich dann hoffentlich der bestellte Fahrer oder besser, ich finde den bestellten Fahrer in all dem Trubel, am besten, ohne jemanden zu fragen.^^ Dieser fährt mich anschließend schön schnell ins Faraona Grand Hotel im Bezirk Miraflores, damit ich dann ins Bett fallen kann. – Fliegen ist echt nichts, wozu der menschliche Körper geeignet ist. Ich habe zwar keine Flugangst, dafür aber anscheinend mein Körper, der beinahe immer mit Kopfschmerzen, leichtem Unwohlsein und anderen Begleiterscheinungen auf diesen Affront reagiert, sich in tausenden Metern Höhe aufhalten zu müssen.

Aber egal, zurück zum Hotel. Es hört sich bombastischer an, als es ist. Es sind nur ***, aber sie haben mit einem Frühstücksbuffet geworben. Dem konnte ich einfach nicht widerstehen! So muß ich morgens mit niemandem kommunizieren, schon gar nicht in einer fremden Sprache! Und ich kann alles mal anschauen und ggf. probieren, ohne mich vorher per Karte festlegen zu müssen. Die Sache mit dem Buffet ist wohl eher selten in den Hotels in Lima, weswegen ich froh war, eines zu finden, was sowohl Buffet, WLAN und eine verhältnismäßig ruhige Lage verspricht. Ach, und wichtig war mir auch eine Bewertung, die von „guten/bequemen Betten“ sprach, auch wenn das naturgemäß sehr relativ sein kann. Jedenfalls befindet sich das Hotel am Parco del Kennedy – in Lima scheinen Orte und Persönlichkeiten der ganzen Welt in Ortsbezeichnungen eingegangen zu sein – und es soll trotz seiner Nähe zum Ausgehviertel recht ruhig gelegen sein. Hope for the best!

Noch ein Nachtrag zum Gepäck: Es ist erstaunlich, aber heute ging schon alles besser rein, nachdem ich auch das letzte bißchen Luft herausgepreßt hatte. Ich habe sogar meine Jacke noch oben drauf stopfen können, allerdings bin ich nun doch bei ~14kg angekommen und das eigentliche Platzproblem hat sich auch nicht wirklich gebessert. Ob ich Souvenirs nun per Post schicken muß? Grübel, grübel. 

Ach noch etwas zu Lima: Zuerst dachte ich ja, ich würde mich langweilen, wenn ich solange allein in Lima bin – die Tour geht erst Samstagabend in einem anderen Hotel, na klar, umziehen ist ja auch so schön, los. Aber heute habe ich nochmals ein paar Studien getrieben und die Sehenswürdigkeiten online durchgeforstet. Dabei konnte ich feststellen, daß es echt viele Ruinen aus präkolumbianischer Zeit und interessante Viertel und Häuser in Lima gibt. Außerdem könnte ich mir noch Ausflüge in die Umgebung – bird watching, stone fascination, Pachacamac, Caral – vorstellen, die teilweise sogar jeweils einen Tag dauern würden. o_O, Panik, ich werde nicht alles schaffen!!!

Wir sehen uns wahrscheinlich erst übermorgen wieder, da ich morgen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit total fertig sein und deswegen wohl kaum etwas schreiben werde. Außerdem kann man vom Fliegen ja auch nicht viel erzählen: Rauf, runter, rauf, runter, dazwischen rumhängen, oben futtern und schlafen/lesen/Film schauen, nervende Mitfliegende ertragen. Nichts, was nicht jeder, der schon mal geflogen ist, nicht auch bereits mal erleben durfte. Spektakulär wäre doch wohl nur eine außerplanmäßige Landung, aber davon hört man ja in den guten, alten news…

Salut, lecteurs!

Erster Tag – Pustekuchen (8.7.2014)
Nachtrag – Vom Fliegen und anderen Dingen (15.7.2014)

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