Nach 18 h im Bett geht mit meinem Rücken nichts mehr, also raus und zur Walking Tour. Oh, ganz schön wackelig. Der Magen will auch nicht. War ja zu erwarten. Na warte, mit dir konferiere ich später. Aber etwas Bewegung wird guttun.
Ein paar Schritte hierhin, ein paar dorthin
Wir sind sieben Touris und Javier, der Guide, der nur englische Touren anbietet. Inzwischen weiß ich auch, warum: Er hat mir erzählt, daß die Chilenen und Argentinier „Tipping“ nicht gewöhnt sind und daher dieses Modell bei ihnen nicht funktioniere. Warum er dann keine festen Preise für sie bei einer spanischen Tour anbietet, um jetzt in der Hochsaison mehr einnehmen zu können, ist mir allerdings nicht ganz klar. Mit den englischen Touren ist nämlich zurzeit nicht so viel Geld zu machen, da wir deutlich in der Unterzahl sind.
Er weiß einiges über Pucón, erzählt lustig und nimmt sich Zeit. Da das Wetter sehr bewölkt ist, zeigt er in Richtung Vulkan und verspricht, wir würden ihn heute noch zu sehen bekommen. Er sollte recht behalten. Aber das war dann in all den Tagen in Pucón auch das einizige Mal, das ich den Villarica gesehen habe. Und das leider nicht lange, weil ich mich nach der Tour erst einmal wieder hinlegen mußte.
Aber ich will doch zum Vulkan!
Später ging ich noch einmal los, um mich wegen eines Trips zum Vulkan umzuschauen. Doch leider zeichnete sich überall das gleiche traurige Bild ab: Bis nächsten Dienstag werde man wohl nicht mehr hochgehen können, da das Wetter so schlecht – Regen und Sturm – werde. Doch vielleicht könne es Freitag früh klappen, doch zurzeit sei auch das nicht drin. Wenn ich wolle, könne ich eine Reservierung (Anzahlung 10.000 Pesos in bar) machen. Ich solle dann am Donnerstagabend wieder kommen, um zu sehen, ob es klappt. Mein Strohhalm!
Essen: eine Champignonsuppe besonderer Art
Und dann wollte ich meinem Magen helfen und verschaffte ihm eine Suppe. Großer Fehler! Diese Suppe war zwar viel, aber grottig: Die Champignons waren zerquetscht und in Wasser (Spülwasser?) gekocht worden. Das galt als Suppe und kostete mich umgerechnet mit dem Trinkgeld, was als „propina sugerida“ (also eigtl. nur als Vorschlag) bereits mitberechnet wurde, über fünf Euro. Naja abends entschied mein Magen endgültig, daß sie mies war… [Medikamente aus der Apotheke halfen nicht, weil sie mich dort nicht so richtig verstanden haben und mir der Name eines helfenden Wirkstoffs, den ich von früher kenne, entfallen war.]




