Wir blieben am zweiten Tag wieder zehn Stunden auf dem Wasser und mir ging es schon etwas besser. Seltsam, wie schnell hier die Erkältung ihre einzelnen Stadien durchläuft.
In dieser Zeit schipperten wir mal hierhin und mal dorthin, jedenfalls aus Laiensicht, denn die Ufer sahen doch meist ähnlich aus. Wir liefen drei Ziele an: eine Bucht mit insgesamt zehn erwachsenen und drei jungen Buckelwalen, einige Felsen mit Magellan-Pinguinen und Seelöwen und einen Gletscher. Dies alles läßt sich nicht gut beschreiben. Daher sei hier auf die Galerie verwiesen. Auf jeden Fall haben wir sehr viel gesehen, sogar einen vor Freude immer wieder springenden jungen Buckelwal. Er spielte mit seiner Heckflosse, schlug auf das Wasser, verdrehte die Flosse in scheinbar unmöglichen Winkeln und sprang ab und zu hoch aus dem Wasser heraus. Dies geschieht nicht so oft, wir waren also sehr vom Glück begünstigt. Und als dann auch noch seine Mutter sprang… wurde einige im Bug naß von ihrer Eintauchwelle. Es schien fast so, als zeigte sie ihrem „Kleinen“, wie man das richtig macht.
Abspann
Das Wetter blieb hartnäckig naß und erfrischend, insbesondere in der Nähe des Gletschers, denn dort verwandelte sich der Regen in pieksende Eiskrümel. An Fotos ohne Wasserflecken auf der Linse war kaum noch zu denken. Aber als ab und zu ein Sonnenschimmer durch die Wolken gelangte, sahen wir wunderschöne Regenbogen. Langsam denke ich, daß man Patagonien auch als das Land der Regenbogen bezeichnen könnte, weil hier kaum ein Tag vergeht, an dem man nicht wenigstens einmal einen Regenbogen zu Gesicht bekommt. Oftmals sind es sogar vollständige Regebogen!















